BayWa setzt auf Satellitenfernerkundung

Die BayWa AG vergrößert ihren Fußandruck im Bereich der digitalen Lösungen. Wie der Agrarkonzern heute berichtete, hat er eine Mehrheitsbeteiligung an der Vista GmbH in München erworben, die spezialisiert ist auf Dienste und Anwendungen bei der Satellitenfernerkundung in der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft sowie bei Umweltthemen. Laut BayWa entwickelt das Unternehmen auf Grundlage der Satellitendaten digitale Lösungen wie flächengenaue Vorhersagen zum Nährstoff- und Wasserbedarf oder Ernteprognosen für die Forschung und die kommerzielle Anwendung.

Eine Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen bestehe bereits seit 2008, und zwar über die BayWa-Tochter FarmFacts. Mit dem Erwerb von 51 % der Geschäftsanteile sichere man sich nun „wertvolles Know-how für die Weiterentwicklung digitaler Lösungen“. Nach Einschätzung des BayWa-Vorstandsvorsitzenden Prof. Klaus Josef Lutz kann durch die Verknüpfung von Algorithmen mit Satellitendaten die Umsetzung von Digital-Farming-Lösungen schneller flächendeckend umgesetzt werden.

Im aktuellen Portfolio der BayWa werden Lösungen von Vista dem Konzern zufolge bereits unter der Produktmarke „TalkingFields“ geführt. Das System nutze Satellitendaten in Kombination mit Informationen zu Wetter und Boden. In einer von Vista entwickelten Software werde dabei ein realistisches Pflanzenwachstum simuliert. Die dadurch bereitgestellten Karten lieferten präzise, digitale Vorgaben für die bedarfsgerechte, teilflächenspezifische Bewirtschaftung im Pflanzenbau.

Neben den bereits etablierten Lösungen entwickelt Vista laut BayWa auch Methoden und Anwendungen im Rahmen von Forschungsaufträgen der öffentlichen Hand sowie in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten oder den Weltraumagenturen Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Europäische Weltraumorganisation (ESA). Auch Versorgungsunternehmen in der Wasserwirtschaft und Finanzdienstleister wie Versicherungen zählten zum Kundenkreis. AgE


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