„Chief Food Safety Officer“ zur Verbesserung des EU-Schnellwarnsystems

Vor dem Hintergrund des Fipronil-Eier-Skandals soll jetzt zur besseren Umsetzung des EU-Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF) in jedem Mitgliedstaat die Stelle eines „Chief Food Safety Officer“ geschaffen werden. Das hat die Arbeitsgruppe mit Experten aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Österreich anlässlich des heutigen Treffens von Vertretern aller EU-Mitgliedsländer mit EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis zu diesem Thema in Brüssel empfohlen. Aus Sicht der Arbeitsgruppe müssen neben der Optimierung des Informationsflusses zwischen den EU-Staaten auch die Koordinierung der Kontrolle auf EU-Ebene sowie die Koordinierung der Wissenschaft verbessert werden.

Andriukaitis hatte bei dem Treffen einen besseren Informationsfluss zwischen den EU-Mitgliedstaaten sowie der Kommission gefordert, um Lebensmittelskandale in Zukunft besser und schneller handhaben zu können. Sanktionen etwa gegen die Niederlande oder Belgien, die wegen ihrer schleppenden Informationsweitergabe beim Fipronil-Eier-Skandal stark kritisiert worden waren, sind nach Angaben des Litauers aber nicht geplant.

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der sich durch Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens vertreten ließ, betonte, dass eine wesentliche Konsequenz des Fipronil-Geschehens sein müsse, den Informationsfluss auf EU-Ebene weiter zu verbessern. Deshalb habe man mit der genannten Arbeitsgruppe die Initiative ergriffen und ein gemeinsames Papier mit Lösungsvorschlägen erarbeitet und den anderen EU-Staaten vorgelegt. AgE


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