Verband Tiernahrung warnt vor faulen Kompromissen bei den Koalitionsverhandlungen

Zurückhaltend zu einer möglichen „Jamaika-Koalition“ hat sich der Präsident des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT), Jan Lahde, geäußert. „Was wir jetzt brauchen, ist ein stabiles zuverlässiges Bündnis, das sich klar und deutlich für eine moderne, zukunftsfähige Landwirtschafts- und Ernährungspolitik ausspricht und keine faulen Kompromisse schließt“, erklärte Lahde zum Auftakt der DVT-Jahrestagung heute in Berlin.

Ausdrücklich betonte der Verbandspräsident die Bedeutung und Leistungen der Tierernährung: „Wir streben für die Fütterung der Tiere ein Gleichgewicht aus sozialen, ökonomischen und ökologischen Kriterien als die drei tragenden Säulen der Nachhaltigkeit an." Tierernährung müsse leistungs- und tiergerecht sowie ressourceneffizient sein und einen Beitrag zur Tiergesundheit leisten. Zudem müsse gelten, dass nachhaltige Futtermittel mit einem umfassenden Qualitätsmanagement hergestellt werden.

Lahde sieht die Tierhaltung in Deutschland nicht zuletzt aufgrund der Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens stark gefordert. Die Vorgaben zur Senkung der CO2-Emissionen seien für die Branche eine enorme Herausforderung und ohne Veränderungen in der tierischen Produktion nicht zu erreichen. Für den DVT-Präsidenten ist unbestritten, dass eine weiter verbesserte Tierernährung einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten könne. Damit sei klar, „Futtermittel sind Teil der Lösung“.

Zu erhalten gelte schließlich die wichtige Funktion, die die Tierernährung bei der in Europa geforderten Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft habe, unterstrich Lahde. Er verwies auf die Schließung von Nährstoffkreisläufen und die Verwertung von Neben- und Koppelprodukten aus dem Lebensmittelsektor. AgE


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