Stickstoffbindende Pflanzen auf Vorrangflächen künftig auch in Mischungen

Auf Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) sollen dafür zugelassene stickstoffbindende Arten künftig auch in Mischungen mit anderen Arten angebaut werden dürfen. Voraussetzung ist, dass die stickstoffbindenden Arten vorherrschen. Den Entwurf für eine entsprechende Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung hat das Bundeslandwirtschaftsministerium dem Bundesrat zugeleitet.

Darin ist auch vorgesehen, dass eine Ökologische Vorrangfläche, die durch Aussaat mit einer Kulturpflanzenmischung angelegt wird, im Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember des jeweiligen Jahres des Antragstellung bestellt sein muss. Das Bundeslandwirtschaftsministerium sieht den Zeitraum von 13 Wochen als sachgerecht an, weil künftig auf den betreffenden Flächen nach der Ernte der Vorkultur weder chemisch-synthetische Pflanzenschutz- noch mineralische Düngemittel oder Klärschlamm eingesetzt werden dürfen.

Schließlich sollen mit der Änderungsverordnung Bockshornklee und Schabzigerklee als zwei neue Arten stoffstoffbindender Pflanzen auf Vorrangflächen zugelassen werden. Verkürzt wird der Zeitraum, in dem die vorgeschriebene Mindesttätigkeit auf landwirtschaftlichen Flächen, die nicht für die Erzeugung genutzt werden, durchzuführen ist. War dies bislang bis zum 31. Dezember zulässig, soll die Frist künftig bereits am 15. November enden. Das Agrarressort führt hier Praktikabilitätsgründe an und weist darauf hin, dass diese Tätigkeit bereits bisher üblicherweise vor Mitte November abgeschlossen sei. AgE


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