Agrarrat berät über nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft

Die mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) verbundenen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) beziehungsweise deren Umsetzung stehen im Mittelpunkt des Treffens der EU-Landwirtschaftsminister, das am Montag unter der estnischen Ratspräsidentschaft in Luxemburg stattfindet. Hierbei soll unter anderem erörtert werden, in welchem Maße die gegenwärtige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zur Erreichung der für die Landwirtschaft relevanten SDG beiträgt. Darunter werden vor allem die Schaffung von weltweiter Ernährungssicherheit, ein nachhaltiges Wassermanagement sowie eine nachhaltige Waldbewirtschaftung gezählt.

Des Weiteren wird EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Minister zunächst über die Entwicklungen wichtiger Agrarmärkte unterrichten. Zudem werden die Ressortchefs von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis über die Ergebnisse seines Treffens mit hochrangigen Vertretern der Mitgliedstaaten am 26. September in Brüssel zum Fipronil-Eierskandal informieren, insbesondere auch über die geplante Einführung eines „Chief Food Safety Officer“.

Auf Antrag der deutschen Delegation wird die Ministerrunde über die Planungen und Finanzierung einer Koordinierungseinrichtung der EU für langfristigere Genehmigungen geringfügiger Verwendungen (EUMUCF) bestimmter Pflanzenschutzmittel, vor allem in Sonderkulturen, beraten. Ebenso wird der Rat durch Ungarn über eine von Lettland und Litauen unterstützte Gemeinsame Erklärung der Visegrád-Gruppe, der Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei angehören, zur GAP unterrichtet. Darin wird unter anderem das Ziel betont, eine nationale Kofinanzierung der Agrarpolitik zu verhindern. Schließlich wurde auf Antrag Frankreichs eine Diskussion zu den Verhandlungen über das Handelsabkommen mit der Mercosur-Gruppe auf die Tagesordnung des Rates gesetzt. AgE


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