Immer mehr Melkroboter in niederländischen Milchviehställen

Bei den niederländischen Milchviehhaltern sind immer mehr automatische Melkanlagen im Einsatz. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens AgriDirect im Rahmen des „RindviehScanners 2017”, die zwischen Mai und Juli 2017 bei mehr als 13 000 Milcherzeuger im Nachbarland durchgeführt wurde. Demnach hatten im Jahr 2006 erst 4,7 % der niederländischen Milchbauern einen Melkroboter im Stall, seitdem ist der Anteil kontinuierlich auf 25,0 % gestiegen. Am häufigsten kommt diese Technik bei Betrieben mit mehr als 100 Kühen zum Einsatz; von diesen verfügen gemäß der jüngsten Erhebung 29,7 % über solch einen Roboter. Bei den Haltungen mit 50 bis 70 Kühen sowie mehr als 70 bis 100 Kühen arbeiteten zuletzt 21,5 % beziehungsweise 20,5 % der Erzeuger mit solch einer automatischen Melktechnik.

Der Fischgräten-Melkstand verliert hingegen laut AgriDirect bei den niederländischen Milchviehhaltern an Beliebtheit. Im Jahr 2013 melkten noch 54,6 % der Erzeuger mit dieser Technik; im Sommer 2017 waren es nur noch 45,7 %. Der Abwärtstrend wird sich den Marktforschern aus Viersen zufolge fortsetzen. Allerdings dürfte der Fischgrätenstand noch einige Jahre die häufigste Melktechnik bleiben.

Leicht im Aufwind ist in den Niederlanden der Side-by-Side-Melkstand, der das Melken von hinten ermöglicht. Diese Technik der Milchgewinnung nutzten zuletzt 16,8 % der Halter; im Jahr 2013 waren es 13,7 % gewesen. Das Melkkarussell kommt nahezu unverändert bei rund 5 % der Betriebe zum Einsatz. AgE


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