Signal für nachhaltigere Eiweißfuttermittel

Ein Bekenntnis zur Verwendung und Förderung nachhaltigerer Eiweißfuttermittel haben 31 Verbände, Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen abgelegt, die im gleichnamigen Forum zusammengeschlossen sind. In einem vergangene Woche beschlossenen Positionspapier spricht sich das Forum unter anderem dafür aus, den Anteil von Leguminosen im Anbau zu erhöhen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Das Forum setzt sich für mehr heimische und europäische Eiweißfuttermittel in der Fütterung ein. Gleichzeitig soll die Einfuhr von Soja künftig an die Einhaltung von einem anerkannten Zertifzierungsstandard geknüpft werden. Nicht einigen konnten sich die Beteiligten auf eine gemeinsame Empfehlung von Mindeststandards für eine solche Zertifizierung. Auch in der Bewertung der Verwendung Gentechnikfreiheit als ein Kriterium für nachhaltigere Eiweißfuttermittel konnte noch kein Einvernehmen erzielt werden.

Die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland, die das Forum koordiniert, wertet das Positionspapier dennoch als ein klares Signal, „dass die Akteure in Deutschland ihre Verantwortung wahrnehmen und die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen in der gesamten Wertschöpfungskette „Eiweißfuttermittel“ verbessern wollen“. Das betreffe sowohl eine nachhaltigere Produktion von Soja in Lateinamerika und in Europa als auch den Einsatz von heimischen Eiweißfuttermitteln in der Fütterung und damit die Integration von Leguminosen in der Fruchtfolge in Deutschland.

Mitglieder des seit 2015 bestehenden Forums sind unter anderem der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) und der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT), die Unternehmen Westfleisch, dmk und Zott sowie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl sowie die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die Fachhochschule Südwestfalen. AgE


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