Brandenburger Bauern drängen auf intensivere Strafverfolgung bei Viehdiebstählen

Angesichts immer wieder auftretender Viehdiebstähle hat der Präsident des Landesbauernverbandes (LBV) Brandenburg, Henrik Wendorff, von den Ermittlungsbehörden mehr Druck auf die Täter gefordert. Den Verbandsangaben zufolge wurden der Agrargemeinschaft Freiwalde am 26. September acht Kälber gestohlen. Der dabei verursachte materielle Schaden habe bei etwa 7 500 Euro gelegen.

Laut den Geschädigten seien die Diebe äußerst professionell vorgegangen, berichtete der Verband. So hätten sie einen Lkw unbemerkt direkt auf die abgelegene Koppel gelenkt und die Tiere mit Narkosepfeilen betäubt. Da für die Tat eine erhebliche kriminelle Energie, landwirtschaftlicher Sachverstand sowie detaillierte Ortskenntnisse erforderlich gewesen seien, gehe man von einem organisierten Verbrechen aus.

LBV-Präsident Henrik Wendorff wies darauf hin, dass Viehdiebstähle dieser Größenordnung in Brandenburg bislang Einzelfälle darstellten, die der Verband jedoch sehr ernst nehme. Der Ermittlungsdruck auf die Täter müsse deshalb dringend erhöht werden. Um solche Straftaten schneller aufklären zu können, sollten die Ermittlungsbehörden nach Ansicht von Wendorff auch Zugriff auf die Datenbank des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HIT) erhalten, in dem die Nutztiere erfasst sind. Derzeit sei dies allerdings aus Datenschutzgründen nicht möglich. AgE


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