DLG-Präsident nimmt Politik in die Pflicht

Vor einem „institutionellen Misstrauen gegen Handel und neue Technologien“ hat der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Carl-Albrecht Bartmer, gewarnt. Am gestrigen Max-Eyth-Abend zur Eröffnung der Agritechnica in Hannover sprach er sich vielmehr für offene Märkte sowie eine sachgerechte Risikobewertung und Technikfolgenabschätzung von Innovationen aus. Angesichts der weiter wachsenden Weltbevölkerung sollte man der innovativen und kreativen Agrarbranche eine Chance geben, denn einer nachhaltigen Intensivierung der Produktion komme eine essentielle Bedeutung zu. Bartmer hob hervor, dass die Landwirtschaft mit den neuen effizienten und digitalen Technologien ein „großartiges Angebot“ mache, das die Gesellschaft honorieren sollte.

Der DLG-Präsident erinnerte an die Widerstände zu Zeiten des Max Eyth gegen die Einführung des Dampfpfluges und kritisierte die gesellschaftliche Sehnsucht nach der vermeintlich „guten alten Zeit“, die es aber nie gegeben habe. Notwendig sei ein Rechtsrahmen, der im Umgang mit Innovationen ein Risikomanagement auf einer wissenschaftlich abgesicherten, transparenten und für die Gesellschaft nachvollziehbaren Risikobewertung gründe. Die Abgeordneten und Minister auf Landes- und Bundesebene forderte Bartmer auf, verantwortliche Entscheider zu sein. Sie seien mehr als nur Moderatoren in einer gesellschaftlichen Debatte. AgE


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